Rheinpaste

…eine rheinische Essenz.

Sony ODA Cartridge mit 1.2 TB Kapazität

Blu-ray Archiv-Cartridge mit bis zu 1.5 TB Kapazität

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Optische Medien begleiten schon lange unseren Alltag, zuerst als Audio-CDs und später als Speichermedium unserer digitalen Informationen. Lange waren CDs verhältnismäßig günstige Datenträger, der nach und nach durch größere Geschwister ergänzt wurde. Mit der Blu-ray der 3. Generation ist die optische Industrie aktuell bei einer Kapazität von 100 GB,  bzw. 128 GB angelangt. Längst gaben die beiden japanischen Hersteller Sony Corporation und Panasonic Corporation in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt, dass sie die Entwicklung einer neuen Generation vereinbart haben.

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Zwar nimmt die Distribution von Daten über optische Datenträger kontinuierlich ab, da Audio CDs und auch DVDs zunehmend von Online-Angeboten verdrängt werden, jedoch bieten andere Eigenschaften optischer Medien unschlagbare Argumente, die die Datenträger in der IT immer noch unverzichtbar macht: Die Archivierung. Beide Hersteller bieten auf Blu-ray Medien eine Datensicherheit von 35 Jahren. Wie schon CD und DVD, sind die Vorzüge der Blu-ray die Staub-Beständigkeit, Wasserfestigkeit, sowie auch eine gewisse Beständigkeit gegen Schwankungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Zudem verbrauchen die auf dem Medium gespeicherten Daten keinen Strom, was die Blu-ray auch besonders für die Archivierung von Daten interessant macht, auf die nicht permanent zugegriffen werden muss.

Sony ODS Laufwerk

Sony ODS Laufwerk

Viele Hersteller optischer Speichertechnologie haben diesen Trend schon lange erkannt und bieten spezielle Medien und Laufwerke für die professionelle Archivierung an. Neben speziellen Medien wie sie von Milleniata vertieben werden, die ihren Medien eine Haltbarkeit von 1000 Jahren attestieren, spielt die Kapazität eine wesentliche Rolle, um im Wettbewerb in den Rechenzentren bestehen zu können. Neben der Energieeffizienz ist die Speicherkapazität ein entscheidender Faktor, denn der Quadratmeterpreis in Rechenzentren ist extrem teuer und muss effizient genutzt werden.

Als Lösung präsentieren die Hersteller eine Cartridge, welche 12 Blu-ray Medien beinhaltet und somit eine aktuelle Speicherkapazität von momentan maximal 1,5 Terabyte (mit 128 GB Bu-rays) bietet. Neben Einzellaufwerken bieten HIT, Panasonic und auch Sony Jukeboxen mit einer Kapazität jenseits der Petabyte Schallmauer an. Prominentester Kunde ist zurzeit Facebook, die in den Jukekoxen Video und Bilddaten auslagern.

Da die hier gelagerten Daten im Leerlauf keinen Strom verbrauchen und im Gegensatz zu Festplatten auch keine Hitze erzeugen, die kostenintensiv herunter klimatisiert werden muss, spart Facebook hier Stromkosten in Millionenhöhe, die die Anschaffung der Systeme schnell amortisiert. Zu dem entfallen auch Migrationskosten für die Daten, denn anders als bei Tape oder Festplatten sind die Daten auf den Blu-rays für die gesamte Archivdauer sicher und die Datenträger können auch in zukünftigen Laufwerken gelesen und geschrieben werden.

Mit den Einzellaufwerken sind die Mini-Archive aber auch für kleinere Unternehmen interessant, den eine Archivierung der steuerrelevanten Geschäftsdaten auf 10 Jahre ist mit diesen Systemen leicht zu bewerkstelligen. Oft wird auf diese Archivdaten ohnehin nur selten oder, wenn keine Steuerprüfung ins Haus steht, gar nicht mehr zugegriffen, so dass auch die etwas längeren Zugriffszeiten keine wesentlichen Rolle spielt. Auch kann leicht eine Kopie für den Safe oder zur Lagerung in einer anderen Brandschutzzone gefertigt werden, womit diese Lösungen allen Sicherheitsaspekten und Vorschriften für die Langzeitdatenhaltung entspricht.

Außerdem sind die Cartridges auch mir wiederbeschreibbaren Blu-rays erhältlich. Ursprünglich war die Entwicklung der Systeme aus dem Broadcast Bereich getrieben, wo aufgrund des rasant wachsenden Speicherbedarfs durch die immer höheren Auflösungen der Kameras immer wieder Lösungen gesucht werden, um die Daten zwischen Aufnahme und Weiterverarbeitung zwischengespeichert oder letztendlich Archiviert werden.

Autor: Bernd Nussbaum

Angefangen mit dem Commodore 64 habe ich die meisten IT-Trends kommen und gehen sehen. Beruflich habe ich über Technik, Vertrieb, Marketing und Journalismus in die verschiedensten Bereiche Einblick erhalten… Zurzeit schreibe ich hauptsächlich für die INCOM Storage GmbH, einem Value Added Storage Distributor und das CeBIT Blog, d.h. zumeist technische Artikel, die ich hier verlinke. Im Rahmen einer Bloggerchallenge des Bundeswirtschaftsministeriums durfte ich 2012 vom Nationalen IT Gipfel berichten.

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